07.09.2010 / Ansichten / Seite 8

Integrationspflicht

CDU wandelt auf Sarrazins Spuren

Werner Pirker
Während Thilo Sarrazin wegen seiner öffentlich geäußerten Ansichten zur »Ausländerproblematik« um seinen Job als Bundesbank-Vorstand bangen muß, werden seine Thesen als Stichworte einer zunehmend herrisch geführten »Integrationsdebatte« dankbar aufgegriffen. Und die läuft natürlich nicht darauf hinaus, den Nutznießern der Migration größere Anstrengungen zur sozialen Eingliederung von Migranten im Sinne ihrer Gleichstellung abzuverlangen. Es sind vielmehr die Zuwanderer, die eine größere Integrationsbereitschaft an den Tag zu legen haben, wollen sie sich nicht noch zusätzliche soziale Diskriminierungen einhandeln.

Der Ton gegenüber den »ausländischen Mitbürgern« ist um einiges schärfer geworden, seit Thilo der Sarrazene seinen rassistischen Mist auf den Buchmarkt abgeladen hat. Der breite Zuspruch, den dieser in der Bevölkerung gefunden haben soll, läßt es der herrschenden Politik durchaus ratsam erscheinen, »Fehlentwicklungen in der Integrationspolitik« ...

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