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02.09.2010 / Ausland / Seite 6

Die Erpressung

Ruanda droht. UN sollen auf keinen Fall ihren Ostkongoreport veröffentlichen

Raoul Wilsterer
Die ruandische Regierung macht derzeit mit einem Erpressungsversuch von sich reden, der seinesgleichen sucht. Entweder, so die Forderung aus Kigali, die Vereinten Nationen (UN) veröffentlichen ihren 500seitigen Sonderbericht zu Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo, vormals Zaire, zwischen 1993 und 2003 nicht, oder die Beteiligung an »Friedensmissionen« der UN und der Afrikanischen Union endet ad hoc. Dementsprechend erhielt der Kommandeur der ruandischen Truppen in der westsudanesischen Krisenprovinz Darfur am Dienstag die Anweisung, »Vorbereitungen zu treffen« für den Abzug. Außenministerin Louise Mushikiwabo schilderte in der ruandischen Hauptstadt die Labilität der Lage mit den Worten: »Wir warten, was die UN mit diesem Report machen, aber wir sind äußerst ernsthaft dazu entschlossen, unsere Truppen abzuziehen.«

Bei dem Zankapfel handelt es sich um ein Dokument, das noch im September, offiziell vorgestellt werden soll. Dadurch erhielte es einen...

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