30.08.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Auto und Alternativen

Die automobile Gesellschaft ist in vielerlei Hinsicht in der Krise. Debatte über Ursachen und Gegenstrategien

Daniel Behruzi, Hannover
Vordergründig haben wir gerade das Gegenteil von Krise«, begann IG-Metall-Sekretär Frederic Speidel seinen Beitrag auf der Konferenz »Auto und Mobilität in der Krise«, die auf Einladung der niedersächsischen Rosa-Luxemburg-Stiftung am Freitag und Samstag in Hannover stattfand. »Die Exporte explodieren, die Auslastung der Fabriken ist hoch, bei VW und anderswo wird eine Sonderschicht nach der anderen gefahren«, berichtete der Gewerkschafter. Ist die Krise also vorbei, der vor einigen Monaten gewählte Konferenztitel längst von der Realität überholt?

Mitnichten, meinten die rund 100 in Niedersachsens Landeshauptstadt angereisten Betriebsräte, Wissenschaftler, Umweltschützer und Globalisierungskritiker. In der Automobilindustrie bestünden weiterhin »notorische Überkapazitäten, die Branche ist in einer strukturellen Krise, in einem dauerhaften Umbruch«, betonte Speidel.

Auch nach Ansicht des Ökonomen und Verkehrsexperten Winfried Wolf kann der tiefste wirtsc...



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