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03.08.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Schönreden hilft nicht

Attentate, Hunderte Tote, Mangel an Strom und Wasser: Fünf Monate nach den Parlamentswahlen im Irak ist das Land in einer katastrophalen Lage

Karin Leukefeld
Offiziell starben im Juli bei Anschlägen im Irak insgesamt 535 Menschen – 396 Zivilisten, 89 Polizisten und 50 Soldaten. Diese Statistik wurde von den Ministerien für Gesundheit, Verteidigung und Inneres zusammengestellt, die tatsächlichen Zahlen könnten allerdings darüber hinausgehen. Es handelt sich um die höchste Zahl irakischer Opfer seit Mai 2008, damals starben 563 Personen. Der Statistik zufolge war auch die Zahl der Verletzten im Juli die höchste in diesem Jahr. Danach wurden 1043 Personen verletzt, 680 Zivilisten, 198 Polizisten und 165 Soldaten. 100 »Aufständische« wurden getötet, 955 wurden verhaftet, heißt es weiter. Auch vier US-Soldaten starben im Juli, doch nur einer von ihnen bei Kampfhandlungen. Nach offiziellen Angaben sind noch 65000 US-Soldaten im Irak, bis Anfang September soll sich die Zahl bis auf 50000 verringert haben.

Machtvakuum

Fünf Monate nach den Parlamentswahlen am 7. März hilft das Schönreden von Demokratie und Freihe...

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