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21.07.2010 / Ausland / Seite 6

Allawi kungelt mit Sadr

Treffen in Damaskus. Im ölreichen Irak regieren weiter Gewalt und Hunger

Karin Leukefeld
Bei einem Treffen in Damaskus haben der Sieger der irakischen Parlamentswahlen, Ijad Allawi (Al-Irakia-Liste), und der Führer der Sadr-Bewegung, Muktada Sadr, über die Bildung einer neuen Regierung im Irak gesprochen. Sadr, der als scharfer Gegner der US-geführten Invasion im Irak gilt und alle US-freundlichen Politiker wie Allawi bisher ablehnte, sagte nach den Gesprächen, er wolle alle Unstimmigkeiten zugunsten der Zukunft des Irak vergessen und mache seine Unterstützung für einen neuen Ministerpräsidenten vom Programm abhängig, nicht vom Namen. Allawi bezeichnete das Treffen als »positiv«. Man habe sich verständigt, »rasch eine neue Regierung zu bilden, die alle politischen Bewegungen einbezieht und ein klares Programm vorlegt«. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Allawi hatte bei den Wahlen vor vier Monaten (7.3.) mit 91 Mandaten knapp vor dem amtierenden Ministerpräsidenten Nuri Al-Maliki (89 Mandate) gewonnen. Die Sadr-Bewegung war mit 40 Mandaten a...

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