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05.07.2010 / Inland / Seite 4

»Erpresserisches Verhalten«

Autovermieter Sixt kündigt Angestellten, die im Rostocker Servicecenter einen Betriebsrat gründen wollten, und droht implizit mit Standortschließung

Herbert Wulff
Der Autovermieter Sixt hat an keinem seiner über 500 Standorte einen Betriebsrat. Ein Zufall? Wohl kaum. Darauf zumindest weisen aktuelle Entwicklungen im Servicecenter Rostock hin, wo rund 400 Beschäftigte unter anderem internationale Fahrzeugreservierungen und Schadensfälle abwickeln. Vier Angestellte, die hier eine Mitarbeitervertretung gründen wollten, wurden fristlos entlassen. Das Unternehmen bestreitet zwar vehement einen Zusammenhang. Die öffentliche Kritik an dem Vorgehen reißt dennoch nicht ab.

Unterstützung erhalten die Beschäftigten beispielsweise von Steffen Bockhahn, Landesvorsitzender der Partei Die Linke in Mecklenburg-Vorpommern. Bei einem Treffen mit der Sixt-Geschäftsführung kritisierte er die implizite Drohung des Unternehmens, den Standort Rostock zu schließen, falls es zur Gründung eines Betriebsrats kommt. »Das Verhalten von Sixt wirkt erpresserisch: Bilden die Angestellten einen Betriebsrat, wird erneut die Standortentscheidung in...

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