03.07.2010 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Es gab keinen Bruch zwischen Links- und Rechtszionismus«

Gespräch mit Tikva Honig-Parnass. Über die Besatzungspolitik Israels gegenüber Palästinensern, die Gruppe Matzpen und heutigen Widerstand

Leo Fischer
Tikva Honig-Parnass kämpfte 1948 als überzeugte Zionistin in Israel. Später wurde sie Antizionistin und Mitglied der marxistischen Gruppe Matzpen. Diese war in den 60er und 70er Jahren in Israel aktiv. Sie sprach sich für eine demokratische und sozialistische Vereinigung des arabischen Ostens sowie eine gegenseitige Anerkennung der individuellen und nationalen Rechte von israelischen Juden und palästinensischen Arabern aus.

Sie begannen Ihre politische Laufbahn als überzeugte Zionistin und kämpften auch im 1948er Krieg. Was brachte Sie dazu, mit der Ideologie des Zionismus zu brechen?

Ich muß betonen, daß ich vom Lager der extremen zionistischen Linken, der marxistischen Mapam-Partei, zum Antizionismus gekommen bin. Ich war nicht nur Mitglied, sondern auch Sekretärin der Partei in der Knesset zwischen 1952 und 1954 und stimmte komplett überein mit deren Haltung, die ich heute als heuchlerisch betrachte. Sie forderte einerseits den Sozialismus und nahm zug...

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