23.06.2010 / Ausland / Seite 7

Krieg der »Maras«

In El Salvador eskaliert die Gewalt krimineller Banden. FMLN will Waffenbesitz strenger kontrollieren

André Scheer
Bei einem Überfall krimineller Banden auf einen vollbesetzten Linienbus in der 140000 Einwohner zählenden Stadt Mejicanos sind am Sonntag in El Salvador 14 Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Die salvadorianische Polizei präsentierte am Montag abend acht Tatverdächtige, darunter vier Minderjährige, die den »Mara«-Banden angehören sollen.

Dem seit gut einem Jahr amtierenden Präsidenten Mauricio Funes, der als Kandidat der linken Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) gewählt worden war, ist es bislang nicht gelungen, die Gewaltwelle in dem zentralamerikanischen Land einzudämmen. Seit seinem Amtsantritt ist die Zahl der Verbrechen sogar noch angestiegen und liegt mittlerweile Medienberichten zufolge bei durchschnittlich 16 Morden am Tag. »Die Gewalt in unserem Land hat strukturelle Ursachen. Diejenigen, die diese Taten begangen haben, sind Personen, die ihre Werte und den Respekt vor dem Leben verloren haben«, sagte Funes am Montag. Tatsächlic...

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