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21.06.2010 / Ausland / Seite 6

Kindersoldaten in Somalia

US-Senatoren fordern Einstellung der Militärhilfe. Bundesregierung setzt Ausbildung von Rekruten des Landes fort

Knut Mellenthin
Zwei US-Senatoren stellen die Militärhilfe für die somalische Übergangsregierung in Frage, weil diese Hunderte Kinder und Jugendliche als Soldaten einsetzt. Washington hat zwar eine UN-Konvention, die es verbietet, Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in den Krieg zu schicken, als einziges Land neben Somalia nicht ratifiziert, aber ein US-Gesetz von 2008 untersagt es der Regierung, Militärhilfe an Staaten zu geben, die Kindersoldaten einsetzen. Der Initiator dieses Gesetzes, der demokratische Senator Richard Durbin, wandte sich in der vergangenen Woche mit einem Brief an Außenministerin Hillary Clinton und forderte, kein »Geld amerikanischer Steuerzahler« mehr für die Militärhilfe an Somalia auszugeben. Ihm schloß sich kurz darauf Senator Russ Feingold, ebenfalls von den Demokraten, an. Er rief die US-Regierung auf, von der Übergangsregierung die Einstellung des Einsatzes von Kindersoldaten zu fordern. Bis zum Vorliegen einer entsprechenden Zusicherung ...

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