11.06.2010 / Ausland / Seite 6

Stramm nach rechts

Wahl in den Niederlanden: Liberale und Ultrarechte legen zu – Christ- und Sozialdemokraten sowie Sozialisten verlieren. Koalitionsbildung fast unmöglich

Wil van der Klift, Amsterdam
Nach Auszählung von etwa 98 Prozent aller Wählerstimmen ist so gut wie sicher, daß die rechtsliberale VVD die stärkste Fraktion in der zweiten Kammer der Niederlande stellt. Die der deutschen FDP vergleichbare Partei kam auf 31 Sitze – neun mehr als in der vergangenen Legislaturperiode. Damit wird sie auch den Auftrag zur Regierungsbildung bekommen.

Die sozialdemokratische PvdA liegt um etwa 50000 Stimmen dahinter und stellt 30 Abgeordnete – drei weniger als bisher. Die ultrarechte PVV des faschistoiden Populisten Geert Wilder legte um neun auf 24 Sitze zu. Sie holte vor allem in der Provinz Limburg viele Stimmen. Großer Wahlverlierer ist die christdemokratische CDA, die 20 Sitze einbüßte. Noch in der Wahlnacht erklärte Parteichef Jan Peter Balkenende seinen Rücktritt, das Amt des Ministerpräsidenten will er geschäftsführend behalten, bis eine neue Regierung gewählt ist.

Eine Schlappe erlitt auch die sozialische SP, sie verlor zehn Sitze und...



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