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08.06.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

»Am schlimmsten ist die Isolation«

Der Widerstand gegen die Lagerunterbringung muß schärfer werden. Gespräch mit Salomon Wantchoucou

Gitta Düperthal
Salomon Wantchoucou lebt im ­Flüchtlingslager Möhlau

Sie sind im Flüchtlingslager Möhlau, einer ehemaligen sowjetischen Plattenbau-Kaserne mitten im Wald, untergebracht. Die nächste Kreisstadt, Wittenberg, ist 35 Kilometer entfernt. Was war ihr Anliegen beim Festival der Karawane?

Lager machen uns Flüchtlinge psychisch kaputt, einige werden aus Verzweiflung zu Alkoholikern. In Möhlau leben etwa 200 Flüchtlinge. Es gibt keine hygienischen Standards, keine Sauberkeit, Baumaterial liegt herum, Wasser tropft durch die Decke. Kakerlaken und »andere Haustiere« sind unterwegs. Am schlimmsten ist für uns aber, in Isolation zu leben, abgeschottet von der Gesellschaft. Die medizinische Versorgung ist unzureichend. Erkrankt jemand von uns akut, muß er erst mit dem Fahrrad nach Wittenberg fahren, um sich einen Krankenschein beim Sozialamt zu b...

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