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26.05.2010 / Inland / Seite 4

»Plumps, ab ins Bohrloch«

In Gorleben soll die direkte Einlagerung von Atommüll geprobt werden. Das System dafür wurde schon angeliefert

Max Eckart
Eine »ergebnisoffene« und unvoreingenommene Prüfung hatte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) versprochen, als er vor einigen Wochen ankündigte, daß das Moratorium für die Erkundung des Salzstocks Gorleben als mögliches Endlager für hochradioaktiven Atommüll aufgehoben werden soll. Aus Sicht der Atomkraftgegner im Wendland sprechen die vor Ort geschaffenen Fakten dieser Ankündigung Hohn. Als jüngstes Anzeichen dafür, daß ein Endlager in Gorleben längst beschlossene Sache ist, werten sie die Anlieferung einer Maschine, mit der die Einlagerung von hochradioaktiven Abfällen direkt in Bohrlöcher – und damit die kostengünstigste und platzsparendste Variante der Endlagerung – geprobt werden soll.

Ein Schiff hatte den blauen Koloß aus Stahl bereits vor zwei Wochen in den kleinen Elbehafen Tießau im Kreis Lüchow-Dannenberg gebracht. Dort wurde das System auf einen Schwertransporter umgeladen und nachts weiter nach Gorleben befördert. Besorgte ...

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