11.05.2010 / Ausland / Seite 6

Morales unter Druck

Bolivien: Streik und Blockaden. Todesopfer in Caravani

Benjamin Beutler
Bergarbeiter, Lehrer und Ärzte streiken seit dem gestrigen Montag in Bolivien für höhere Löhne. Obwohl die Regierung von Präsident Evo Morales das Wochenende über mit dem Gewerkschaftsbund COB verhandelt hatte, hielt dieser an seinem Aufruf zum Protest gegen die Lohnpolitik der Linksregierung fest. Das Regierungsangebot, fünf Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie drei Prozent für Soldaten und Polizisten zu zahlen, sei »inakzeptabel«. Am Montag setzte sich im zentralbolivianischen Caracollo ein Protestmarsch in Bewegung, der bis in die 140 Kilometer entfernte Hauptstadt La Paz führen soll.

Finanz- und Wirtschaftsminister Luis Arce kritisierte den Ausstand und verwies darauf, daß der Staat in den letzten vier Jahren die Gehälter in diesen Bereichen um 37 Prozent angehoben habe. Das habe die Staatskassen um rund eine Milliarde US-Dollar belastet. Mehr als weitere fünf Prozent Steigerung seien darum nicht bezahlbar...

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