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30.04.2010 / Inland / Seite 8

»Die Überlebenden werden das wohl nicht hinnehmen«

Bahn AG und Bundesregierung behindern nach wie vor den »Zug der Erinnerung« an Deportationen ins KZ. Ein Gespräch mit Hans-Rüdiger Minow

Gitta Düperthal
Hans-Rüdiger Minow ist Vorstandssprecher des Vereins »Zug der Erinnerung«

Anläßlich des 65. Jahrestages ihrer Befreiung wollen die letzten Überlebenden der Reichsbahn-Deportationen in Konzentrationslager den »Zug der Erinnerung« begleiten, den Ihr Verein mit zahlreichen Ausstellungsstücken durch ganz Deutschland schickt. Doch die Bahn AG hat die Einfahrt des Zuges für den 8.Mai in Berlin-Grunewald nicht freigegeben, und will auch die Gleise in Berlin-Spandau dafür sperren. Herrscht keine Einsicht?

Wir hatten gehofft, daß sich der Umgang mit der eigenen Geschichte nach dem Wechsel in der Chefetage der Deutschen Bahn AG ändert. Diese Hoffnung hat sich bereits im Frühjahr 2009 zerschlagen, als wir die neue Fahrt des »Zuges der Erinnerung« vorbereitet haben. Seitdem wir damals unsere Route und den Plan, nach Berlin zu kommen, mitgeteilt haben, herrscht Sprachlosigkeit. Die staatliche Aufsichtsbehörde, die das Bahnwesen in Deutschland reguliert, die Bundesnetz...

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