Gegründet 1947 Donnerstag, 22. August 2019, Nr. 194
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
14.04.2010 / Thema / Seite 10

Dritter Staatsbankrott?

Hintergrund. Schon zweimal war Griechenland pleite. Die Rezepte zur Konsolidierung der Finanzen sind immer die gleichen

Winfried Wolf
Im Januar erklärte Außenminister Guido Westerwelle im Interview mit der griechischen Zeitung Kathimerini: »Wir vertrauen voll und ganz darauf, daß die griechische Regierung die strukturellen Schwächen der griechischen Wirtschaft energisch angeht.« Daß das Land seit 180 Jahren von einer politischen, finanziellen und wirtschaftlichen Abhängigkeit von Deutschland, Großbritannien und Frankreich geprägt ist, daß aus diesen Abhängigkeiten heraus bereits zwei Staatsbankrotte mit zerstörerischen Langzeitfolgen resultierten, daß die führenden europäischen Länder Griechenland immer wieder besetzten und wiederholt in militärische Abenteuer trieben, liegt nicht im Horizont deutscher Politik. Auch will sie nicht wahrhaben, daß Deutschland Griechenland im Zweiten Weltkrieg überfiel, dort schwerwiegende Kriegsverbrechen beging und bis heute nicht die dafür fälligen Reparationen leistete, daß sich die Einführung des Euro nachteilig auf die griechische Ökonomie auswirkte ...

Artikel-Länge: 21309 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €