01.03.2010 / Inland / Seite 4

In Saus und Braus

Berlin: Ver.di kritisiert Finanzgebaren vieler freier Träger und mangelnde Kontrolle durch den Senat

Rainer Balcerowiak
Der »Sozial-Maserati« des Geschäftsführers der Berliner Treberhilfe ist für die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nur die Spitze des Eisberges. »Wir haben vor allem in den letzten beiden Jahren vielfach auf Mißstände im sozialen Bereich in Berlin aufmerksam gemacht. So haben wir auch schon im Dezember 2008 die Tatsache, daß sich die Treberhilfe Berlin einen Maserati leistet, kritisiert. Leider haben die politisch Verantwortlichen weggeschaut, passiert ist nichts«, erklärte Meike Jäger, ver.di-Landesfachbereichsleiterin, am Freitag.

So habe ver.di im Juni 2009 gemeinsam mit Betriebsräten das Gespräch mit Abgeordneten gesucht. Auch hier fielen die Hinweise auf gravierende Mißstände und gar Straftatbestände bei einigen Trägern, nicht auf fruchtbaren Boden. »Bis heute haben wir nicht gesehen, daß die Regierungsparteien aktiv gehandelt hätten«, so Jäger. »Es genügt nicht, auf die externen Prüfer im Prüfpool der Wohlfahrtsverbände zu verweisen, so wie die zus...

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