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01.03.2010 / Inland / Seite 5

Seht, wo ihr bleibt

Tausende Mieter in Berlin stehen nach dem Wegfall der Förderung im sozialen Wohnungsbau vor dem Verlust ihrer Bleibe. Senat will nicht helfen

Christian Linde
Rund 28000 Mieter von ehemaligen Sozialwohnungen in Berlin droht in absehbarer Zeit der Verlust ihrer Wohnung. Hintergrund ist die Möglichkeit der Vermieter, nach dem Auslaufen der Förderung für den sozialen Wohnungsbau die tatsächliche »Kostenmiete« zu erheben. Akut betroffen sind Bewohner der Fanny-Hensel-Siedlung im Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg. Nach dem Wegfall der Fördermittel und dem Teilverkauf der Wohnanlage unweit des Potsdamer Platzes verlangt der neue Eigentümer 7,04 Euro nettokalt pro Quadratmeter und Monat statt bislang 5,33 Euro. Dies ist aber nur der erste Schritt. »Die Kostenmiete beläuft sich auf 13,02 pro Quadratmeter und liegt damit um 85 Prozent höher als die mittlere ortsübliche Vergleichsmiete«, haben die Mieter errechnet. Das heißt, weitere Erhöhungen sind vorprogrammiert. Bei gültiger »Gleitklausel« im Vertrag darf die Kostenmiete sogar rückwirkend bis zu 23 Monate verlangt werden. Dies wurde den Mietern der 19 Häuser des Fanny-...

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