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26.02.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

»Inkompetenter« Multi

1672 Entlassungen geplant: Streichorgie des französischen Handelskonzerns Carrefour führt in Belgien zu spontanen Streiks. Gewerkschafter kritisieren Geschäftsgebaren

Raoul Rigault
Belgien leidet derzeit unter einer Welle von Massenentlassungen und Betriebsschließungen. Nach Opel, der Deutsche-Post-Tochter DHL und dem Brauereiriesen InBev sorgt nun die Ankündigung des Carrefour-Vorstands, bis zum 30. Juni 21 Märkte zu schließen und 1672 Beschäftigte zu entlassen, für Aufsehen und wütende Proteste der Belegschaft. Insgesamt will der französische Einzelhandelskonzern im Königreich mehr als zehn Prozent seiner 15000 Angestellten entlassen. Weitere knapp 3000 Stellen sollen durch Lohnkürzungen »gesichert« werden, sieben Filialen an Franchise-Unternehmer abgegeben und 20 Groß- bzw. Supermärkte an die konkurrierende Mestdagh-Gruppe verkauft werden.

Für Jan De Weghe vom sozialistischen Gewerkschaftsbund FGTB handelt es sich um das »schlimmstmögliche Szenario«, das denkbar war. »Dieser Plan ist sehr viel gravierender als angenommen. Für die Zukunft der Arbeiterinnen und Arbeiter der 21 Läden sieht es finster aus. Sie werden weggeworfen wie...

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