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18.02.2010 / Thema / Seite 10

»Unpolitisches Geld«

Hintergrund. Nach deutschen liberalen Ökonomen ist die EU nichts als eine Freihandelszone und der Euro eine Währung außerhalb des Einflusses von Regierungen. Was an europäischer Wirtschafts-, Haushalts- und Sozialpolitik nötig ist, wird von Berlin ­diktie

Andreas Wehr
Deutschland hat dem Druck der EU-Partner standgehalten. Es gibt erst einmal keine Finanzhilfe für Griechenland. Es wird auch nicht über mögliche Finanzinstrumente verhandelt. Es ist ein Etappensieg der Vernunft.« So kommentierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am 12. Februar 2010 das Ergebnis des EU-Ratsgipfels vom Tag zuvor. Doch wie vernünftig ist eine Währungszone, in der gegen eines ihrer Mitglieder massiv spekuliert wird, ihm Zinsaufschläge abgepreßt werden und die starken Länder diesem bösen Treiben zusehen? Ist es Ausdruck von Vernunft, das unter Druck der Finanzmärkte stehende Griechenland als »statistischen Serienlügner (Financial Times Deutschland – FTD vom 9.11.2009) zu bezeichnen, der »liederlichen Politik« (Handelsblatt vom 8.12.2009) zu bezichtigen und des »erschwindelten Beitritts zur Währungsunion« (FAZ vom 11.2.2009) zu verdächtigen. Nein, das alles ist weder vernünftig und schon gar nicht solidarisch, so wenig wie die sich...

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