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16.02.2010 / Feuilleton / Seite 13

Selbstbestimmt aussehen

Jake Yuznas Film »Open« zeigt Cyborg-Identitäten und wirft verwirrende Geschlechterfragen auf

Elsa Köster
In einer Gesellschaft, in der auf Eindeutigkeit des Geschlechts bestanden wird, sieht Hermaphrodismus aus wie eine Krankheit. Hormontherapien und Geschlechtsoperationen. Der Versuch, das biologische Geschlecht und die Geschlechtsidentität in Einklang zu bringen. Die Nadel im Arm, das Gesicht im Verband, narkosemüde Augen, schmerzverzerrter Mund. Ein eigentlich ziemlich schlecht geschminkter Mund. Er öffnet sich ein Stück. Goldene Zähne. Jake Yuzna präsentiert auf der Berlinale seinen ersten Langfilm »Open«. Die erste Reaktion: Unbehagen.

Intersexualität ist genau deshalb ein zentrales Thema in der Geschlechterforschung. Michel Foucault beschäftigte sich mit dem Tagebuch von Herculine Barbin und analysierte die Repressivität der Geschlechterkategorien. In der absurd erscheinenden Gleichzeitigkeit von Homo- und Heterosexualität in einer Person entdeckte er ein fast anarchistisches Moment. Intersexuelle sprengen nicht nur Konventionen, sondern den Rahmen de...

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