06.02.2010 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Weniger Sparen

Ökonomen raten Chinas Regierung, Staatsverschuldung langfristig auszuweiten

Wolfgang Pomrehn
Irgendwie sind sie richtige Spielverderber, diese Chinesen: Da meinte mancher Linker hierzulande schon, nun habe mehr oder weniger die finale Krise des Kapitalismus begonnen. Immerhin rauschten die ökonomischen Eckdaten in den meisten Industriestaaten Ende 2008 und Anfang 2009 tiefer als je zuvor seit den Krisenjahrzehnten der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in den Keller. Doch in der Volksrepublik zeigte man sich davon wenig beeindruckt. Nach einem kurzen Stottern im vergangenen Winter faßte die chinessiche Wirtschaft schnell wieder Fuß und überbot 2009 mit 8,7 Prozent sogar einmal mehr das Wachstumssoll von acht Prozent.

Chinas ökonomischer Aufstieg scheint selbst durch eine tiefe Krise in seinen wichtigsten Abnehmerländern nicht aufzuhalten zu sein. Dank eines frühzeitig aufgelegten Konjunkturprogramms konnte der Rückgang der Ausfuhren wett und gleichzeitig wichtige Infrastrukturprojekte auf den Weg gebracht werden, wie etwa der Ausbau der Hoch...

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