30.01.2010 / Ausland / Seite 8

»Kubas Presse erholt sich«

Auf der sozialistischen Karibikinsel erscheinen über 1000 Publikationen – ohne Zensur. Ein Gespräch mit Enrique Ubieta

André Scheer
Enrique Ubieta lebt in Havanna und ist Gründer und Chefredakteur der Zeitschrift La calle del medio. Am 9. Januar referierte er bei der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin

Sie sind Chefredakteur der Zeitschrift La calle del medio. Was ist das für ein Blatt?

Es entstand vor über anderthalb Jahren und erscheint monatlich mit einer Auflage von 100000 Exemplaren. Wir diskutieren über die kubanische Realität. Deshalb sind die letzten Seiten die wichtigsten – sie sind den Lesern vorbehalten. Wir versuchen, mit unseren Artikeln zu provozieren oder zu begeistern, um die Leser zu bewegen, selbst etwas zu schreiben. Unsere Verlagspolitik ist also, eine Diskussion über die Grundlagen der Gesellschaft zu fördern, in der wir leben wollen.

Wie ist es Ihnen gelungen, eine Zeitschrift mit einer so hohen Auflage zu gründen?

In einem Land wie Kuba, in dem es keine kommerzielle Werbung in Zeitungen und Zeitschriften gibt – was in anderen Ländern d...

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