25.01.2010 / Schwerpunkt / Seite 3

Reparationen gefordert

Apartheidopfer wollen Entschädigung: Daimler und vier weitere Konzerne stehen wegen Geschäften mit rassistischem Südafrika vor Gericht

Christian Selz
Ein Konzern hat kein moralisches Bewußtsein, Verantwortung von Konzernen existiert nicht, denn moralische Verurteilung kann nur auf natürliche Personen angewandt werden.« Wie leicht wäre das Leben für Rheinmetall, Daimler, IBM, Ford und General Motors, wenn die Opfer der Apartheid diese Sichtweise des früheren südafrikanischen Bildungsministers Kader Asmal teilen würden. Doch die klagen vor einem US-amerikanischen Gericht auf Reparationszahlungen für die Verbrechen, die das rassistische Apartheid-Regime ihnen zufügte. Die beklagten Konzerne hatten während der Apartheid trotz Embargo mit Südafrika gehandelt und in den Augen der Kläger damit das Regime unterstützt. Asmal, einst selbst Antiapartheidaktivist, vertritt die Position der früheren Regierung unter Thabo Mbeki, die sich offen gegen die Sammelklage ihrer Landsleute gestellt hatte. Ein Berufungsgericht in New York prüft nun, ob die Klage zugelassen wird.

Ein Daimler-Sprecher bezeichnete die Vorwürfe...

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