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06.01.2010 / Ausland / Seite 7

Streik in den Anden

Chilenische Arbeiter legen weltgrößte Kupfermine von Chuquicamata lahm. Präsidentin Bachelet: Arbeitskampf schadet dem Land

Johannes Schulten
In Chile zeichnet sich einer der größten Arbeitskonflikte der vergangenen Jahre ab. Pünktlich zum Schichtbeginn um fünf Uhr morgens legten am Montag etwa 5000 Arbeiter der auf fast 3000 Meter Höhe gelegen weltgrößten Kupfermine in Chuquicamata ihre Arbeit nieder. Nach knapp einmonatigen Verhandlungen hatten sich am Freitag von 5600 Abstimmungsberechtigten 51 Prozent für den Ausstand ausgesprochen. Damit lehnten sie das letzte Angebot des staatlichen Minengesellschaft Codelco ab, die Gehälter nur um 3,8 Prozent zu erhöhen. Gefordert waren 7,5 Prozent sowie Bonuszahlungen in Höhe von 14 Millionen Pesos (28000 Dollar) pro Person. Die Unternehmensleitung hatte »allerhöchstens« 11 Million Pesos (23000 US-Dollar) zugestanden.

Der Arbeitskampf bei Codelco in den Anden ist ein nationales Politikum. Das gilt besonders knapp zwei Wochen vor den Wahlen. Mit einem Anteil von elf Prozent an der globalen Kupferproduktion erwirtschaftet der Staatskonzern 15 Prozent der...

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