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21.12.2009 / Inland / Seite 2

»Wir brauchen Radikalität und Druck von unten«

Linkspartei will nach Kopenhagener Gipfel außerparlamentarische Aktivitäten verstärken. Ein Gespräch mit Eva Bulling-Schröter

Peter Wolter
Eva Bulling-Schröter, Linkspartei, ist Vorsitzende des Umweltausschusses im deutschen Bundestag

Der Klimagipfel in Kopenhagen war die wohl wichtigste internationale Konferenz seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Leider ist er gescheitert – wer hat was falsch gemacht?

Zunächst einmal: Ich bin enttäuscht und wütend. Schuld am Scheitern waren im wesentlichen die großen Staaten, denen es am politischen Willen fehlte, zu einer Vereinbarung zu kommen. Die Gesten gegenüber den Entwicklungsländern waren zu schwach. Diese hatten Zusagen finanzieller Art sowie zum Technologietransfer erwartet. Sie haben vergeblich darauf gehofft, daß die Industrie­länder endlich ihre Verantwortung für den globalen Klimaschutz übernehmen.

China und die USA hätten sich einen Ruck geben sollen, die Europäische Union hätte ihre Ziele nach oben schrauben müssen: Es wäre angebracht gewesen, nicht 20, sondern 30 bis 40 Prozent Reduktion der CO2-Emissionen, in Aussicht zu stellen....


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