Der Schwarze Kanal
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14.12.2009 / Inland / Seite 4

Mit Beethoven gegen Bettler

Berliner Verkehrsbetriebe wollen durch Dauerbeschallung Drogenabhängige und Obdachlose vertreiben. Kritik von Händlern und Selbsthilfegruppen

Christian Linde
Wenn es darum geht, wie man sich unliebsamer Personen entledigen kann, werden vor allem die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) nicht müde, kreative Ideen zu entwickeln. Pünktlich zur Weihnachtszeit hat die BVG nun ein »Pilotprojekt« auf den Weg gebracht, mit dem insbesondere Bettler, Drogenabhängige und Obdachlose von den Grundstücken der Firma vertrieben werden sollen. »In Abstimmung mit der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) hat die BVG auf dem U-Bahnhof Adenauerplatz einen Testlauf für Musikbeschallung begonnen«, heißt es in einer Erklärung. Im Zwischengeschoß des Bahnhofs gibt es noch bis Mitte Januar klassische Musik zu hören. Zwar betont das Unternehmen, damit wolle es eine »positive Atmosphäre« schaffen. In erster Linie geht es jedoch darum, ungebetene Dauergäste zu vertreiben.

Unter Mitarbeitern von Ladenbetreibern stößt die Aktion auf wenig Gegenliebe. »Klassische Musik ist schön. Wenn man aber acht Stunden arbeitet und dabei den ganzen Tag sich st...

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