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04.12.2009 / Feminismus / Seite 15

Machos sehen rot

Mexiko: Eskalierende Gewalt gegen Frauen im Norden. Ökonomische Selbständigkeit macht sie zu Haßobjekten der Patriarchen. Menschenrechtsgericht klagt den Staat an

Andreas Knobloch
Drei grausam ermordete Frauen in Ciudad Juárez im Norden Mexikos. Eine wurde von zehn Kugeln durchsiebt, eine mit einem Baseballschläger umgebracht, die dritte totgeprügelt. Zwei weitere Frauen starben im ebenfalls an der Grenze zu den USA gelegenen Mexicali; und im südmexikanischen Cancun wurde die enthauptete Leiche einer 19jährigen in einem Stadion entdeckt. Dies ist die traurige Bilanz allein des vergangenen Wochenendes in dem mittelamerikanischen Land.

Doch Meldungen wie diese schaffen es selten in die Nachrichtenspalten. Zu alltäglich ist die Gewalt insbesondere im Norden – vor allem, seit der von Präsident Felipe Calderón angeordnete Einsatz der Armee im Inneren den Krieg mit den Drogenkartellen hat eskalieren lassen. Dabei ist Ciu­dad Juárez die Stadt mit der weltweit höchsten Mordrate. Allein in diesem Jahr wurden hier bereits 2300 Menschen umgebracht. Die meisten Opfer sind männlich. Die brutalen Frauenmorde in der Region sind in der Öffe...

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