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10.11.2009 / Inland / Seite 8

»Schüler in Augsburg sollen Krisenlasten tragen«

Stadt verordnet Kindern verlängerte Schulwege. Bildungsstreikende unterstützen Klage von Eltern. Ein Gespräch mit Matthias Hör

André Scheer
Matthias Hör ist Sprecher des Augsburger Bildungsbündnisses

In Augsburg stöhnen die Schülerinnen und Schüler über eine neue Maßnahme der Stadtverwaltung. Um was geht es?

Die Wirtschaftskrise hat Bund, Land und Kommunen zu einem »Sparkurs« gezwungen, so daß sie Leistungen streichen, wo es nur geht. Für rund 60 Schülerinnen und Schüler, die in Haunstetten, also außerhalb von Augsburg, wohnen, ist die Konsequenz ein längerer Schulweg. Die Stadt zahlt ihnen nicht mehr die Fahrkosten für den kürzesten Schulweg, sondern nur noch für den billigsten. Wenn Schüler bisher mit dem Bus oder der Bahn zwei Tarifzonen benutzt haben, weil sie dadurch eher am Ziel waren, hat die Stadt die Kosten übernommen. Nun zahlt sie nur noch eine Zone. Das bedeutet, daß Schüler kreuz und quer in der Stadt herumfahren müssen, um nur keine Tarifzonengrenze zu überschreiten. Bei den miesen Taktzeiten der Augsburger Busse ist das besonders drastisch. Die Stadt spart dadurch vier Euro pro...

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