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28.09.2009 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wer zahlt die Zeche?

Debattenbeitrag. Die Linkspartei und die Verstaatlichung der Hypo Real Estate Bank

Rainer Roth
Die positive Besprechung meiner Broschüre »Verstaatlichung der HRE: Die Verhinderung des Weltuntergangs« (»Kein Betriebsunfall«, jW vom 18. September) durch Raoul Didier läßt eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung offen: Wie steht die Linkspartei zur Insolvenz bzw. zur Verstaatlichung der Hypo Real Estate Bank (HRE)?

Meiner Meinung nach hätte das Geldinstitut Ende 2008 in die Insolvenz gehen müssen. Dies hätte die Gläubiger gezwungen, Risiko und Verluste aus der Finanzierung windiger Geschäfte selbst zu tragen. Das Finanzkapital beschwor den »Tod des deutschen Bankensystems« (Josef Ackermann), um Staatseingriffe zu erzwingen. Die besprochene Broschüre trägt Argumente zusammen, die belegen, daß die Insolvenz nicht dazu geführt hätte. Verluste von Privateigentümern, ohne sie in anderer Form als über den Staat auf die Gesellschaft abzuwälzen, gibt es allerdings nicht.

Keine Bundestagspartei, auch die Linkspartei nicht, trat für die Insolvenz der HRE ein....



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