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19.09.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

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Obama will Raketenabwehr in kürzerer Zeit, stärker und kosteneffektiver als Bush. Hoffnung auf russische »Gegenleistungen«

Knut Mellenthin
Noch bevor Präsident Barack Obama seine Entscheidung selbst bekanntgeben konnte, war das Wall Street Journal am frühen Donnerstag schon mit der Meldung auf dem Markt: »Die USA legen Atomraketen-Schutzschild auf Eis«. Das Blatt ist Sprachrohr der Neokonservativen. Entsprechend tendenziös war die Einbettung der Nachricht: In Moskau werde Obamas Schritt »vermutlich bejubelt«, während er bei den osteuropäischen Verbündeten der USA Besorgnis auslöse. Die Entscheidung des Präsidenten beruhe »auf der Annahme, daß Irans Langstreckenraketen-Programm nicht so schnell vorangekommen ist wie zuvor eingeschätzt worden war und daß sich daher die Bedrohung der USA und der wichtigen europäischen Hauptstädte verringert«. Westliche Mainstream-Medien verkürzten die Botschaft zu einer »Neubewertung der Bedrohung durch Iran«.

Abwehrstärkung

Davon war allerdings nicht die Rede, als Obama am Donnerstag vormittag mit einer Erklärung vor die Presse trat, die in der vom Weißen Haus...

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