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10.09.2009 / 73 / Seite 15

Im Algenbrei

An den Stränden sterben Menschen: An der französischen Nordküste wuchert die Algenpest

An der französischen Küste spielen sich Szenen wie im Horrorfilm ab. Die Bretagne kämpft gegen die sogenannte Algenpest an ihren Stränden. Sie sind nicht nur unansehnlich, sondern auch eine Gefahr für Mensch und Tier. Ende Juli versank ein Reiter mit seinem Pferd am Strand des kleinen Badeorts Saint-Michel-en-Grève in schwarzem Algen-Schlamm. Das Pferd starb binnen Sekunden, der Reiter verlor das Bewußtsein. Der Grund: hochgiftige Gase aus verrotteten Algen.

Sechs Wochen liegt der Vorfall jetzt zurück, aber die Nachwirkungen dauern an. Premierminister Francois Fillon brach seinen Urlaub ab und besuchte den Strand Ende August. Vor Ort versprach er, bis zum kommenden Frühjahr ein Aktionsprogramm gegen die Algenpest vorzulegen. Dabei ist das Problem seit Jahrzehnten bekannt. Es wurde nur aus Angst, den Tourismus zu gefährden, unter den Teppich gekehrt. Schon vor zwei Jahrzehnten wurde ein Mann tot aufgefunden, der mit den vermoderten Pflanzen in Kontakt gek...

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