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25.08.2009 / Inland / Seite 5

Pistole im Anschlag

Frankfurt/Main: Zehn Polizisten stürmten bewaffnet Wohnung von alleinerziehender Mutter. Abschiebung verschoben, weil Familie nicht komplett war

Gitta Düperthal
Am Montag nachmittag protestierten in Frankfurt am Main Studierende gegen einen Abschiebeversuch im Stadtteil Griesheim. Freitag morgen, etwa um vier Uhr, stürmten zehn Polizisten in Zivil mit gezogenen Pistolen die Wohnung der alleinerziehenden Jasmina Zejnolovic. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren unternahm die Polizei den Versuch, die serbische Mutter mit zwei Kindern, neun und dreizehn Jahre alt, abzuschieben. Das Unterfangen wurde am Freitag nur nicht vollzogen, weil die Tochter Meliha nicht zu Hause war. Jasmina Zejnolovic war noch wach als die Beamten kamen. In der Nacht hatte der Fastenmonat Ramadan begonnen, in dem nach vier Uhr nichts mehr gegessen werden darf. Die muslimische Serbin hatte deshalb auch den Vater des neunjährigen Sohnes Kenam zum Essen eingeladen. Der Junge habe im Bett gelegen und geschlafen. Polizisten hätten ihn mit den Worten »Hallo, hier ist die Polizei, du mußt jetzt weg« aus dem Schlaf gerissen, schilderte Kenams Ta...

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