10.08.2009 / Inland / Seite 5

Dubiose Praktiken

Berlin: Eines der Renommierprojekte der »rot-roten« Kulturpolitik macht durch Dumpinglöhne und prekäre Arbeitsverhältnisse von sich reden. Beschäftigte wehren sich

Florian Möllendorf
Das Kino Babylon in Berlin- Mitte genießt bei Filmfreunden einen guten Ruf. Die Zuschauer schätzen das abwechslungsreiche Programm des Filmtheaters, das von alternativen deutschen und internationalen Produktionen bis hin zu Lesungen viel zu bieten hat. Bekannt ist das Lichtspielhaus auch als Herberge für Filmfestivals abseits des Mainstream.

Weniger bekannt hingegen sind die Arbeitsbedingungen in dem Traditionshaus am Rosa-Luxemburg-Platz: Es existiert kein Tarifvertrag, die Geschäftsleitung soll mit den Beschäftigten meist nur mündliche, befristete Verträge vereinbaren, Mitarbeiter häufig kurz vor Inkrafttreten des Kündigungsschutzes vor die Tür setzen und ein Mitspracherecht der Mitarbeiter, zum Beispiel beim Erstellen von Dienstplänen, verweigern. Die Stundenlöhne liegen zwischen fünf und acht Euro, Feiertags-oder Nachtzuschläge gibt es nicht. Um ihre Forderungen gegenüber dem Management durchzusetzen, wählten die Beschäftigten im November 2008 einen ...

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