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06.08.2009 / 73 / Seite 15

Ende der Schonzeit

Steht ein globaler Temperatursprung bevor? Verstärkte Sonnenaktivitäten und der El-Niño-Effekt legen es nahe

Tomasz Konicz
Seit ihrer Entdeckung durch den deutschen Astronomen Samuel Heinrich Schwabe im Jahre 1843 werden die Sonnenflecken von der Wissenschaft studiert. Die durch lokale Störungen im gewaltigen Magnetfeld der Sonne hervorgerufenen dunklen Regionen, deren Aufkommen und Verschwinden auf der Sonnenoberfläche sich in rund elfjährigen Zyklen vollzieht, gelten als zuverlässigste Indikatoren der Sonnenaktivität. In Perioden mit wenigen oder keinen Sonnenflecken sinkt die Sonnenstrahlung um zirka 0,1 Prozent.

Der Wissenschaft sind starke Abweichungen von diesem Sonnenfleckenzyklus bekannt, beispielsweise das nach dessen Entdecker, dem englischen Astronom Edward Walter Maunder, benannte »Maunderminimum«. Diese im Nachhinein ermittelte Periode äußerst geringer Sonnenfleckenaktivität zwischen 1645 und 1715 fiel mit der sogenannten kleinen Eiszeit zusammen, die durch lange Winter und kühle Sommer in Europa gekennzeichnet war.

Wie groß der Einfluß der Sonnenaktivität auf ...



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