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04.08.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Arbeit ganz unten

Lohnabhängige als »Unternehmer«: Wie Mindestlöhne durch Beschäftigung von Scheinselbständigen unterlaufen werden

Gitta Düperthal
Immer dasselbe miese Spiel, ärgert sich Mihai Balan. »Aus Arbeitssklaven werden plötzlich Unternehmer«. Das werde mit immer undurchsichtigeren Methoden perfektioniert. Balan, Organisationssekretär des Europäischen Verbands der Wanderarbeiter (EVW) und rumänischer Abstammung, arbeitet in dieser Sache Hand in Hand mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Er kennt das Elend seiner Landsleute. Erst werden sie in ein komplexes Vertragswerk verwickelt, unterschreiben meist aus der Not heraus. Mit im Spiel sind meist ein Generalunternehmer, der für die Arbeiterinnen und Arbeiter verantwortlich wäre, würden sie nicht formal laut Vertrag als Selbständige fungieren; ein Subunternehmer, der den tatsächlich abhängig Beschäftigten Arbeitsanweisungen gibt; sowie ein Arbeitsvermittler, der sie mit falschen Versprechungen gelockt hat. Motto: »Du arbeitest selbständig, alles ist legal, du kannst gutes Geld verdienen.«

Gutes Geld, das heißt freilich, den...

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