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23.07.2009 / Sport / Seite 16

»Bitte sorgsam outen«

Noch immer gilt Schwulsein und Fußballspielen als unvereinbar. Ein Gespräch mit der Ethnologin und Spielerberatin Tatjana Eggeling

Markus Bernhardt
Tatjana Eggeling ist Europäische Ethnologin und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der lesbisch-schwulen Sportbewegung. Seit kurzem berät sie schwule Profifußballer. Sie lebt in Berlin.

Was fasziniert an dem Thema Homosexualität und Fußball?

Besonders interessant ist für mich, daß gerade der Männerfußball, der in unserer Gesellschaft Millionen begeistert und die Position einer »Leitsportart« innehat, sich so konservativ zeigt wie die Feuerwehr: Es fällt ihm besonders schwer, kulturelle und soziale Veränderungen anzuerkennen.

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob in der Bundesliga homosexuelle Profifußballer aktiv sind. Über welche Erkenntnisse verfügen Sie?

Selbstverständlich gibt es schwule Profifußballer. Doch sie haben über Jahre erfahren, daß Schwulsein und Fußballspielen gemeinhin als unvereinbar miteinander gelten. Diese Ansicht teilen viele Spieler, Funktionäre, Trainer und Fans im Fußball. Einige Spieler finden die Vorstellung, es gäbe i...

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