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11.07.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

»Die Iraner wollen Veränderung«

Präsidentschaftswahl macht Notwendigkeit innenpolitischer Korrekturen deutlich. Bevormundung durch reiche Länder ist nicht zu akzeptieren. Ein Gespräch mit Ali Reza Sheikh Attar

Jürgen Cain Külbel
Seine Exzellenz Ali Reza Sheikh Attar ist Botschafter der Islamischen Republik Iran in Berlin

Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigte am Dienstag im iranischen Staatsfernsehen eine »neue Ära der Kooperation« in der Innen- und Außenpolitik an. Welche Veränderungen bahnen sich an?

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen vom 12. Juni hat enorme Bedeutung für uns. 85 Prozent der Bevölkerung, das heißt 40 Millionen von 46 Millionen Wahlberechtigten, gingen an die Urne. Das ist nicht nur Weltrekord, sondern auch iranischer Rekord. Das Volk hat damit das System, das sich in den dreißig Jahren nach der Islamischen Revolution ungeachtet aller Schwierigkeiten entwickelte, bestätigt. Mit solcherart Sicherheit und Rückendeckung werden wir unsere Arbeit in der Innen- und Außenpolitik fortsetzen. Außenpolitisch bedeutet das, den Iran, der in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Geschichte ein großes Potential hat, in der Geopolitik eine bedeutende Rolle spielt, ...

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