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06.07.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

»Ohne Souveränität keine Demokratie«

Die Protestbewegung im Iran macht nicht den Eindruck einer die nationale Unabhängigkeit verteidigenden Kraft. Ein Gespräch mit Willi Langthaler

Willi Langthaler ist Sprecher der Antiimperialistischen Koordination (AIK) in Wien

Wie lassen sich die gegenwärtigen Ereignisse im Iran aus antiimperialistischer Sicht beurteilen?

Diese Protestbewegung wird zum großen Teil von den gebildeten Mittelschichten und auch Besitzenden getragen, die nach mehr demokratischen Rechten und kulturellen Freiheiten streben. Für sie ist das gleichbedeutend mit Verwestlichung. Das fällt zusammen mit den indirekten und direkten Versuchen des Westens, Einfluß auf die Verhältnisse im Iran zu nehmen, das heißt der Opposition zum Sieg zu verhelfen. Auf der anderen Seite haben wir die große Masse der städtischen und ländlichen Unterschichten, die ebenfalls enttäuscht sind vom System der Islamischen Republik, wie es sich in den letzten zwanzig Jahren weiterentwickelt hat. Dieses breite Spektrum reagiert positiv auf die von Mahmud Ahmadinedschad vorgetragenen Angriffe auf den verbürgerlichten Klerus. Die Ausstrahlungskraft des wi...

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