18.06.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

»Wir wollen verändern«

Die Hauptstadt des Protests: Fast 30000 Menschen bei Bildungsstreik in Berlin. Polizei blieb weitgehend friedlich

Wladek Flakin
Das zeigt, daß diese Gesellschaft doch nicht tot ist«, meint Carmen, Studentin der Politikwissenschaften an der FU Berlin, als sie auf die Menschenmenge vor der Humboldt-Universität schaut. »Es zeigt, daß man doch noch etwas bewegen kann.« Die Straße Unter den Linden und der Bebelplatz waren am Mittwoch mit Schülern, Studierenden und auch Gewerkschaftern gut gefüllt, als die Demonstration im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks zu ihrer Abschlußkundgebung eintraf. Die Organisatoren haben rund 27 000 Teilnehmer gezählt, die Polizei lediglich 12 000. »Diese Demo ist deutlich größer als die Krisendemo am 28. März«, meinte Stefan Neumann, ein Student der Technischen Universität. Damals waren in Berlin 30 000 Menschen unter dem Motto »Wir zahlen nicht für eure Krise« auf die Straße gegangen. Frühmorgens starteten die ersten Mobilisierungsaktionen: ab acht Uhr gab es kleine Demos durch die Bezirke, um Schüler abzuholen und schließlich mit S- oder U-Bahn zum ...

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