Der Schwarze Kanal
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18.06.2009 / Feuilleton / Seite 13

»Ich lieb’ dich so«

Eine Figur lügt. Die Kritik glaubt’s. Der Film »Alle Anderen« sagt die Wahrheit

Thomas Dierkes
Wenn es im Film so aussieht wie im richtigen Leben, hat es meist viel Arbeit gemacht«, sagte Andreas Dresen über seinen Film »Sommer vorm Balkon«. Das war 2006. Im Mai 2004 schrieb Maren Ade den ersten Drehbuchentwurf zu ihrem zweiten Film »Alle Anderen«. Gut fünf Jahre später kommt er in die Kinos. In nahezu allen bislang erschienenen Kritiken wird das Lebensechte, das Ergebnis der vielen Arbeit gelobt. Und Ade hat es tatsächlich geschafft, die kleinen Verlegenheiten, hinter denen bisweilen große Grausamkeiten stehen, zu extrapolieren. »Alle Anderen« sieht aus wie das richtige Leben.

Erzählt wird die Geschichte eines Sommerurlaubs. Chris (Lars Eidinger) und Gitti (Birgit Minichmayr) haben sich im Ferienhaus seiner Eltern auf Sardinien einquartiert. Sie sind ein Paar, Anfang dreißig; er Architekt, sie PR-Beraterin bei Universal. Sie trägt ein knappes lachsfarbenes Nylon-Höschen, Bikini-Oberteil, Fliegersonnenbrille; er kaputte Jeans, Clarks Desert Boots,...

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