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12.06.2009 / Feminismus / Seite 15

Frauenfeind Religion?

Auf einer Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin wurde die Frage diskutiert, ob Säkularisierung notwendige Voraussetzung für Geschlechtergerechtigkeit ist

Zu den Gemeinwesen, in denen die Trennung zwischen Staat und Kirche nie ernsthaft vollzogen worden ist, gehört zweifellos das bundesdeutsche. Bei der internationalen Konferenz, zu der die Heinrich-Böll-Stiftung am vergangenen Wochenende in Berlin eingeladen hatte, standen deutsche Verhältnisse nicht explizit auf der Tagesordnung. Thema der Veranstaltung: »Religion Revisited – Frauenrechte und die politische Instrumentalisierung von Religion«.

Erschienen waren Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler, Journalistinnen, Journalisten und feministische Aktivistinnen, die davon berichteten, wie Religionsgemeinschaften das Leben von Frauen beeinflussen und reglementieren. Zur Sprache kamen die Mißstände im Iran, in Pakistan, Indien, Mexiko, Nigeria, Polen – und nicht zuletzt in den USA. Hier wie dort mobilisieren religiöse und politische Eliten Glaubenssätze, um die Rechte von Frauen und Minderheiten einzuschränken. Gleichwohl plädierten etliche Tagung...

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