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09.05.2009 / Thema / Seite 10

Weg von der Altherrenpartei

Hintergrund. Die Berliner NPD. Teil 1: Ihre Geschichte von 1966 bis 2006

Frank Brunner
Die Geschichte der Berliner NPD begann an einem Freitag, dem 18. Februar 1966, kurz nach 20 Uhr, unweit des Hermannplatzes im Bezirk Neukölln. Einen Gründungsausschuß, der den Parteiaufbau im Westteil der Stadt organisieren sollte, gab es zwar schon seit zirka drei Monaten, doch der Öffentlichkeit präsentierte sich der formal noch gar nicht existierende Landesverband erstmals an jenem Abend im Veranstaltungszentrum »Neue Welt«, direkt am Volkspark Hasenheide. Als Hauptredner hatte sich der niedersächsische NPD-Landtagsabgeordnete Otto Hess angekündigt. Mit »Verzeihung, wir sind Deutsche« war der Vortrag des ehemaligen SA-Obersturmbannführers, der zu den Chefideologen der Partei zählte, überschrieben.

Wenige Wochen später, am 5. März 1966, konstituierte sich der Westberliner NPD-Landesverband dann offiziell. Im Restaurant »Stadionterrassen« in der Nähe des Olympiastadions wählten die Delegierten Eduard von Bargen, einen Angestellten der Freien Universität...

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