Der Schwarze Kanal
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25.04.2009 / Inland / Seite 4

Feldbefreier unbeirrt

Schadenersatzanspruch für Gericht nicht nachvollziehbar: Prozeß gegen Genversuchsgegner in Magdeburg geht in Verlängerung. Neue Besetzung in Braunschweig

Anne Bundschuh
Wie hoch ist der Schaden bei einer sogenannten Feldbefreiungsaktion auf einem Versuchsacker mit gentechnisch veränderten Pflanzen? Diese Frage war Gegenstand eines Zivilprozesses am Donnerstag in Magdeburg. Die Angeklagten stellten die Entstehung eines Schadens grundsätzlich in Frage. Der Kläger, das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK), bezifferte ihn auf 245000 Euro. Das Gericht wies die Summe als unbegründet zurück. Obwohl der Anwalt des IPK, Horst Rehberger (FDP), ehemaliger Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, die Schadensermittlung im Vorfeld des Prozesses bereits mehrmals überarbeitet hatte, wurde ihm eine erneute Frist gegeben: Bis 11. Juni muß die Schadenshöhe nachvollziehbar dargelegt werden.

Die sechs Angeklagten hatten im April letzten Jahres den bundesweit ersten Freisetzungsversuch von gentechnisch verändertem Weizen beendet, indem sie einen Großteil der Pflanzen aus dem Boden gerissen hatten. In der Kritik war ...

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