Der Schwarze Kanal
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25.04.2009 / Geschichte / Seite 15

Mit Demagogie und Druck

»Keiner soll hungern, keiner soll frieren« – Sinn und Ergebnis des ersten Winterhilfswerks 1933/34

Manfred Weißbecker
Blinder Erwartungstaumel, hoffnungsvolles Sehnen nach wirklichen Veränderungen und der Gedanke, die neue Regierung werde auch die eigene Not beheben, in die man während der großen Weltwirtschaftskrise geraten war – all das ließ bereits 1933/34 kritische Zeitgenossen fragen, worin die Ursachen der teilweise enthusiastischen Zustimmung eines großen Teils der Deutschen zur unheilvollen Politik der an die Macht gebrachten NSDAP und ihres »Führers« zu suchen wären. Sie konnten nicht übersehen, daß – so ernüchternd auch die praktischen Ergebnisse der Sozialpolitik des neuen Regimes waren – allzu viele Menschen schlicht und einfach an eine Wendung zum Besseren glauben wollten, ja glaubten. Was verständlich sein mochte in einer Situation, die nach wie vor von den schlimmen Folgen der 1932 ihren Tiefpunkt erreichenden großen Weltwirtschaftskrise geprägt war. Viele wähnten auch, den in Umlauf gesetzten Parolen vertrauen zu können, jenen zahlreiche...

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