Der Schwarze Kanal
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24.04.2009 / Feminismus / Seite 15

Der SS die Stirn geboten

Vor dem Vergessen bewahrt: Die mutigen Taten der französischen Ärztin und Antifaschistin Adélaïde Hautval

Christiana Puschak
Im April 1942 wird eine Frau im besetzten Frankreich Zeugin der Mißhandlung einer jüdischen Familie durch die deutschen Besatzer. Sie mischt sich ein und bekräftigt, daß Juden »Menschen wie alle anderen« sind. Dieses mutige Einschreiten wird ihr zum Verhängnis: Als »Juden-Freundin« wird Adélaïde Hautval verhaftet. Während eines Verhörs versprechen ihr die Faschisten die Freiheit, sollte sie ihre Aussage widerrufen – was sie ablehnt. Wenn dem so sei, könne sie auch das Schicksal der Juden teilen, wird ihr daraufhin höhnisch mitgeteilt.

Aus dem Buch »Medizin gegen die Menschlichkeit« ist jetzt mehr über Leben und Wirken dieser bemerkenswerten Frau zu erfahren. Die 1906 im Elsaß geborene Ärztin und Psychiaterin zeigte in bedrängter Lage Zivilcourage, handelte konsequent solidarisch und protestierte gegen Diskriminierung und Entrechtung. Mittelpunkt des Buches ist ein erschütternder Bericht Hautvals über ihre Erlebnisse in den Internierungslagern Pithi...

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