23.04.2009 / Schwerpunkt / Seite 3

Druck auf Kriegsgegner

Polizei und Justiz gehen verstärkt gegen Antimilitaristen vor. Proteste gegen Bundeswehr und deutsche Kriegsbeteiligung unterschiedlichster Art nehmen zu

Markus Bernhardt
Die Akzeptanz der Bundeswehr in der Bevölkerung schwindet zunehmend. Vielerorts gründen sich Gruppen von Kriegsgegnern und Antimilitaristen, die sich dem mörderischen Treiben der Bundeswehr – ihrer Beteiligung an völkerrechtswidrigen Auslandseinsätzen und ihren Werbefeldzügen an Universitäten, Schulen und Arbeitsämtern – auf mannigfaltige Weise entgegenstellen. Je mehr jedoch Kriegsgegner gegen die Bundeswehr mobil machen, nimmt auch die staatliche Repression zu. Bereits im Februar 2008 hatte sich beispielsweise die engagierte Antimilitaristin Hanna Poddig in Ohrstedt in Nordfriesland an Bahnschienen gekettet, um so einen Transportzug der Bundeswehr aufzuhalten. Dieser war auf dem Weg zu einem Manöver, bei dem es darum ging, den Einsatz als NATO-Response Force zu trainieren. Über mehrere Stunden hinweg gelang es der jungen Frau, den Zug aufzuhalten. Nun hat sie einen Strafbefehl über 90 Tagessätze à acht Euro erhalten, den sie jedoch nicht zu ...

Artikel-Länge: 4368 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe