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30.03.2009 / Inland / Seite 5

Soziales Dumping

Billigkonkurrenz durch Hartz IV: Gewerbetreibende in Wiesbaden wehren sich gegen Einsatz von Ein-Euro-Jobbern in angeblich gemeinnützigem Second-Hand-Kaufhaus

Richard Färber
Die öffentliche Kontroverse um die Wiesbadener Praxis mit sogenannten Ein-Euro-Jobs schwelt weiter. Nun beklagen auch Gebrauchtwarenhändler in der hessischen Landeshauptstadt eine Gefährdung ihrer Existenz durch »Arbeitsgelegenheiten« im Zusammenhang mit Hartz IV. Stein des Anstoßes ist das von der gemeinnützigen »Bauhaus Werkstätten GmbH«, einem Träger verschiedener einschlägiger Ein-Euro-Job-Projekte, betriebene »Sozialkaufkaus« im Wiesbadener Industrievorort Biebrich. Diese Einrichtung akquiriert unter dem Motto »Fast wie neu« seit August 2008 hochwertige Gebrauchtwaren und Möbel als Spenden und beschäftigt derzeit insgesamt rund 40 Ein-Euro-Jobber. Lokale Händler sehen darin eine grobe Wettbewerbsverzerrung und verlangen Abhilfe.

Händler schlagen Krach

So erklärt Dagmar Wicka, Inhaberin eines Second-Hand-Geschäfts für Baby-Artikel in der Wiesbadener Innenstadt, in einer aktuellen Publikation der örtlichen Industrie- und Handelskammer, daß ihr Laden se...

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