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30.03.2009 / Feuilleton / Seite 12

Stille und Terror

Im Theater Vorpommern rekonstruiert die Oper »Zugvögel« das Spätwerk von Jean Sibelius gegen Einsamkeit und Krieg

Anja Röhl
Es beginnt mit dem Luftfoto einer völlig zerstörten Stadt mit einem kleinen aufgeschlagenem Buch darüber. Hiroshima, als Sinnbild für das, was Menschen einander durch Bomber antun können, die aus der Luft kommen und die ursprünglich mal den Vögeln nachgebildet wurden.

Der Titel »Zugvögel« ist Metapher dafür, den Tod in ferne Städte zu bringen. Im Theater Vorpommern in Greifswald hat der Musikdirektor Mathias Husmann eine Oper komponiert, librettiert und dirigiert als Homage an den finnischen Komponisten Jean Sibelius. Dieser hat ab 1934 musikalisch geschwiegen und sich in sein Haus im hohen Norden Finnlands mit Blick auf einen See in den engen Kreis seiner Familie zurückgezogen – mit den Worten: »Kein Kalender, keine Uhr, nur die Zeichen der Natur, mein Kalender sind die Schwäne.«.

So sieht man den von dem jungen Baß Benno Remling glänzend gesungenen alten Künstler inmitten seiner Familie wie einen fremden Menschen umher gehen, der sich versunkene...



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