28.03.2009 / Thema / Seite 10

Ende einer Symbiose

China kann die angehäuften Dollarbillionen nicht nutzen, ohne sich selbst zu schaden

Lucas Zeise
Die aktuelle globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat eine Funk­tionsweise der Weltwirtschaft, man kann auch sagen ein Wirtschaftsmodell, außer Kraft gesetzt, in dessen Zentrum die ungleiche, aber aufeinander bezogene Entwicklung der größten Nationen des Globus stand. Gemeint sind die USA und die Volksrepublik China. Kurz gesagt haben die USA durch ihre kreditfinanzierte stetig wachsende Nachfrage die Weltkonjunktur in Schwung gebracht und gehalten. Auf der anderen Seite hat China maßgeblich zur Finanzierung der US-Nachfrage oder, anders gesprochen, des wachsenden Defizits in der Leistungsbilanz der USA beigetragen. Im Zuge dessen hat die Volksrepublik in einem sehr kurzen Zeitraum enorme Devisenreserven aufgebaut, die vorwiegend in US-Dollar gehalten werden.

Die Krise beendet gerade das merkwürdige Verhältnis der beiden Volkswirtschaften zueinander. Die US-Wirtschaft wächst nicht mehr. Die Ausfuhren Chinas in die USA gehen zurück. Die Devisenreserven de...

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