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17.03.2009 / Feuilleton / Seite 13

Süß wie Maschinenöl

Heiner Müllers »Der Lohndrücker« in Berlin und Neapel, eine Konferenz zur Arbeit, eine Ausstellung und die Frage: Was tun?

Robert Mießner
Eine Malocherbiographie aus dem zwanzigsten Jahrhundert: Hans Garbe (1902–1981), Mitglied der Freien Sozialistischen Jugend (später KJD und KJVD), Gutsmaurer und Gelegenheitsarbeiter. Ging 1929 nach Berlin und trat der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO) bei. Nahm unter den Nazis an illegalen Treffen teil und wurde nach Kriegsausbruch ausgemustert. Ab März 1949 arbeitete Garbe als Feuerungsmaurer im SAG (Sowjetische Aktiengesellschaft)-Betrieb Siemens-Plania (später VEB Elektrokohle) in Berlin-Lichtenberg. Ein Monat später der Ausschluß aus der SED, der er 1946 beigetreten war, »wegen schwerer Schädigung des Ansehens der Partei«. 1949/50 dann die Neuerertaten, die ihn zum »Helden der Arbeit« machen sollten. Von den Kollegen als »Lohndrücker« und »Arbeiterverräter« beschimpft, von der Partei wieder aufgenommen, baute Garbe mit Kollegen einen beschädigten Ringofen bei laufendem Betrieb um. Ein Knochenjob, der gemacht werden mußte, um die Prod...

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